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Slowakische Steuerreform ab 01.01.2013

Slowakei schafft "Flat tax" nach neun Jahren ab

Die Einheitssteuer von 19 % machte das Land zum "Unternehmerparadies". Aber ab sofort werden Besserverdiener aber wieder stärker zur Kasse gebeten.

Das slowakische Parlament hat im Dezember 2012 die Abschaffung der Einheitssteuer beschlossen. Die vor neun Jahren eingeführte "Flat Tax" von 19 Prozent hatte wesentlich zum Ruf der Slowakei als Unternehmerparadies beigetragen und mit dem 2004 erfolgten EU-Beitritt einen Investitionsboom ausgelöst. Von 2013 an wird in dem Euro-Land für Besserverdiener nun ein höherer Steuersatz von 25 Prozent gelten. Der Einstiegsteuersatz liegt bei 19 %.

Der grösste Vorteil indes liegt darin, dass bei den Gesellschaftern (Kommanditisten) einer KG (sowie S.R.O. & K.S. - also einer GmbH & Co. KG) mit Steuerresidenz Deutschland/Österreich die Besteuerung der Gewinnanteile ausschließlich in der Slowakei erfolgt und damit steuerfrei vereinnahmt werden können. Es gilt jedoch für diese Kommanditisten in Deutschland/Österreich ein Steuerprogressionsvorbehalt.

Firmen bezahlen seit dem 01.01.2013 generell 23 statt der bisherigen 19 Prozent. Die vom Sozialdemokraten Robert Fico geführte Regierung will damit das Haushaltsdefizit von fast fünf auf unter drei Prozent drücken.

05.12.2012 | 14:10 | (DiePresse.com)

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